Geschichte

Friedenskirche zu Schlierbach

Die evangelische Kirche in Brachttal (Ortsteil Schlierbach) liegt, leicht erhöht, direkt an der Bundesstraße 276. Sie ist das älteste Bauwerk in Schlierbach und bildet so etwas wie den Dorfmittelpunkt.

1460 lässt Erzbischof Diether von Isenburg zu Mainz an dieser Stelle eine kleine Kapelle aus Bruchsteinen erbauen. Das Innere des Chores überspannt ein dreijochies Kreuzgewölbe, dessen Schlusssteine mit dem „agnus Die“ (Lamm Gottes) und „Rosen“ verziert sind

Das Kirchenschiff wird – wohl aus Kostengründen – nur aus einem Holzbau errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg (1610-1648) wird das Kirchenschiff bei einem Brand zerstört.

Im Fürstlihen Archiv zu Büdingen fanden sich Rechnungen, die Kenntnis geben, dass 1656 Zimmerleute und Glaser an der Kirche gearbeitet haben.

Mitte des 19. Jahrhunderts wird da kleine Kirchlein so baufällig, dass es 1858 per Verfügung geschlossen werden muss. Fünf Jahre später, am 2. April 1863 wird der Neubau des Langhauses verfügt. Der mittlerweile gewachsenen Anzahl der evangelischen Christen in Schlierbach wird in dem Maß Rechnung getragen, dass das Langhaus stark vergrößert wird. Der Auftrag für diesen Neubau ergeht an den bekannten Kasseler Architekten Georg Gottlieb Ungewitter (1820 – 1866).

Typisch für die Zeit der Neugotik – und an der Friedenskirche gut zu erkennen: Kirchen werden als „Saalkirchen“ angelegt. Von dieser Bauweise profitiert in Schlierbach in besonderer Weise die von allen Musikern stets gelobte Raumakustik. Solche Saalkirchen erhalten anstelle eines stattlichen Kirchturms nur einen Dachreiter, der die Glocken in sich trägt. Der Dachreiter der Friedenskirche befindet sich am Übergang des Schiffes zum Chor aus 1460. An der Nordseite ist an der Schnittstelle zwischen dem Chor und dem Kirchenschiff ein kleiner von außen begehbarer, Treppenturm angebaut.

In der Glockenstube der Friedenskirche hängen zwei Glocken. Die größere (Toten-) Glocke stammt aus 1950, die kleinere (Angelus-) Glocke aus 1520 läutet seit nun seit über 500 Jahren.

Die Friedenskirche liegt, ganz nach frühchristlicher / mittelalterlicher Zeichensprache, geostet. Der Chor mit dem Altar liegt im Osten, der Eingang zu Kirche im Westen.

Ihren Namen erhielt die Friedenskirche anlässlich der ersten großen Kirchensanierung im Jahre 1961 in Anlehnung an Christus, den Friedefürst (Epheser 2, 14 / vgl. Jesaja 9, 6). Nach wenigen Jahren in Vergessenheit geraten, hat sich nach der Wiederentdeckung des ihr 1961 gegebenen Namens die Nennung „Friedenskirche“ wieder durchsetzen können.

Die Erbauung

1460 lässt Erzbischof Diether von Isenburg zu Mainz an dieser Stelle eine kleine Kapelle aus Bruchsteinen erbauen. Der Chor besteht aus 3 Jochen mit dreiseitigem Chorschluß. Das Dach des Chores ist ein Pfettendach mit zweifach stehendem Stuhl und Kopfbänder in Längs- und Querrichtung.

Das Kirchenschiff wird – wohl aus Kostengründen – nur aus einem Holzbau errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg (1610-1648) wird das Kirchenschiff bei einem Brand zerstört  aber aus Kostengründen zunächst wieder aus Holz neu aufgebaut.

Neubau durch Gottlieb Ungewitter

Mitte des 19. Jahrhunderts wird das kleine Kirchlein so baufällig, dass es 1858 per Verfügung geschlossen werden muß. Fünf Jahre später, am 2. April 1863 wird der Neubau des Langhauses verfügt. Der mittlerweile gewachsenen Anzahl der evangelischen Christen in Schlierbach wird in dem Maß Rechnung getragen, dass das Langhaus stark vergrößert wird. Der Auftrag für diesen Neubau ergeht an den bekannten Kasseler Architekten Georg Gottlieb Ungewitter (1820 – 1866). Typisch für die Zeit der Neugotik – und an der Friedenskirche gut zu erkennen: Kirchen werden als „Saalkirchen“ angelegt. Von dieser Bauweise profitiert in Schlierbach in besonderer Weise die von allen Musikern stets gelobte Raumakustik. Solche Saalkirchen erhalten anstelle eines stattlichen Kirchturms nur einen Dachreiter, der die Glocken in sich trägt. Der Dachreiter der Friedenskirche befindet sich am Übergang des Schiffes zum Chor aus 1460. Die Kirche ist ein Mauerwerksbau und besitzt gemauerte Kreuzrippengewölbe mit verzierten Schlußsteinen. An der Nordseite ist an der Schnittstelle zwischen dem Chor und dem Kirchenschiff ein kleiner, von Außen begehbarer, Treppenturm angebaut.

Überschrift?

In der Glockenstube der Friedenskirche hängen zwei Glocken. Die größere (Toten-) Glocke stammt aus 1950; die kleinere (Angelus-) Glocke aus 1520 läutet seit nunmehr fast 500 Jahren.  

Überschrift?

Die Friedenskirche liegt, ganz nach frühchristlicher / mittelalterlicher Zeichensprache, geostet. Der Chor mit dem Altar liegt im Osten, der Eingang zur Kirche im Westen.

Ihren Namen erhielt die Friedenskirche anlässlich der ersten großen Kirchensanierung im Jahre 1961 in Anlehnung an Christus, den Friedefürst (Epheser 2,14 / vgl. Jesaja 9,6). Nach wenigen Jahren in Vergessenheit geraten, hat sich nach der Wiederentdeckung des ihr 1961 gegebenen Namens die Nennung „Friedenskirche“ wieder durchsetzen können.

In der Kirche wurde stetig gebaut...

2007

Verbesserung der Statik des Dachreiters, sodass wieder zwei Glocken geläutet werden können

2005

Mangelhafte Statik: Nur noch eine kleine Glocke kann geläutet werden; Glocke von 1520 im Dachreiter, Ersatz einer Glocke 1877 (wurde im 1. Weltkrieg abgegeben, später wieder ersetzt)

1997

erster Baumittelantrag

1996-2005

Untersuchungen zur Feststellung der Schäden, Reinigungs- und Entrümpelungsarbeiten

Ca. 1990

erste Feststellung von Renovierungsbedarf (Gewölbekappen, Anstrich, …)

1981

Neueindeckung Kirchendach Nord

1971

Neueindeckung Kirchendach Süd

1960/61

Erneute Renovierung der Kirche: Elektroheizung, Außenputz, neues tor zum Kirchhof, Kunstmaler-und Bleiverglasungsarbeiten

1957

Deckung Aufgangsturm

1956

Dachdeckung der Kirche

1865

Erweiterung der Kirche nach Westen, mit Orgel der Fa. Wilhelm Ratzmann, Gelnhausen

1850

Baufälligkeit des Kirchenschiffes, daher aus Stein neu gebaut, Kreuzrippengewölbe mit verzierten Schlussteinen, zusätzlich neugotische Dachreiter (Architekt G.G. Ungewitter)

1656

Kirchenschiff erneuert

1618-1648

Kirchenschiff ausgebrannt (30-jähriger Krieg)